Welche Geschichten würden sie erzählen, wenn sie könnten! Erde, Meer und Luft, Heim für überraschende Pflanzen und Tiere, die du nur hier entdecken wirst.
Wenn du auf den Kanarischen Inseln gelandet bist, befindest du dich in der biogeografischen Region Makaronesien. In diesem Moment wirst du dir bewusst, wie speziell diese Region im biogeografischen Panorama unserer Welt ist, was mit ihrer besonderen zoologischen und botanischen Bedeutung zusammenhängt. Die biologische Vielfalt, die hohe Zahl von endemischen Spezies und das Fortbestehen von Pflanzenarten, die in anderen Teilen der Welt bereits im Tertiär ausgestorben sind, machen die Inseln zu einem ganz besonderen Ort. So zum Beispiel der sogenannte Lorbeerwald, ein Mischwald mit verschiedenen Arten (Lorbeer, Madeira-Lorbeer, Stinklorbeer, Barbusano, Picconea excelsa…) die in diesem Winkel der Erde Zuflucht gefunden haben. Es kommt einem unvergleichlichen Abenteuer gleich, tief in diese üppigen und dichten Wälder mit fantasmagorischem Aussehen einzudringen, die dich in das Zeitalter der Dinosaurier zurückversetzen.
Wenn du wissbegierig bist und dich für Biologie interessierst, wirst du auf den Kanaren Arten finden, die nur hier und in sehr reduzierten und konkreten Lebensräumen existieren, wie zum Beispiel der blinde Krebs, der im Inneren eines Lavatunnels lebt, oder das Teide-Veilchen, das an den Lavahängen des Teide wächst. Andere Arten, die ebenfalls endemisch sind, bevölkern einen größeren Lebensraum, wie zum Beispiel die Kanarische Kiefer, ein Baum, der sich unter anderem durch seinen Feuerwiderstand von den anderen Kieferarten des Planeten unterscheidet. Auf diesen Inseln mit ihrer großen biologischen Vielfalt wird dich faszinieren, wie Arten, die bereits fast ausgestorben waren, wieder zu stabilen Populationen verholfen werden konnte, wie zum Beispiel der Riesenechse oder dem Schmutzgeier, der einzigen Geierart, die auf den Kanarischen Inseln heimisch ist.
Doch in Sachen Flora und Fauna ist das nicht alles. Staunend wirst du feststellen, dass die Entdeckung neuer Arten ein relativ häufiges Phänomen auf den Kanarischen Inseln ist.